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10.Etappe:
Dienstag, den 03.06.2008 Von Los Arcos nach Vianna.

Gegen 07.oo Uhr verlassen wir, nach einer ruhigen Nacht, die „Albergue Austria“ und gehen durch „Los Arcos“. Der Weg führt uns über die Plaza Santa Maria, an der „Kirche Santa Maria“ vorbei und dann, durch das Stadttor, aus der Stadt hinaus.

Über die Brücke des „Rio Odron“ und an der Pilgerherberge „Isaak Santiago“ vorbei, gehen wir geradeaus weiter. Weit hinter dem Ort, geht dann der Weg von der Straße rechts ab. Ab jetzt laufen wir auf einem Feldweg. Es geht auf flachen Wegen weiter und wir sehen schon unser erstes Ziel „Torres del Rio“ vor uns. Meine Olle ist heute nicht gut drauf und schwächelt etwas.

Wir folgen weiter dem Feldweg, überqueren den „Rio Odron“, gehen bis zur Landstraße, dann nach rechts und auf dieser Straße weiter, hoch nach „Sansol“. Wie aus dem Nichts, tauchen plötzlich Sonja und Rainer auf und gesellen sich zu uns. So ziehen wir nun gemeinsam, den steilen Anstieg, nach „Sansol“ hoch. Wir durchqueren zunächst das Bergdorf, um dann gleich hinter „Sansol“, auf einem schmalen und schwer zu begehenden Bergpfad, wieder in die Schlucht hinab zu steigen. Unten angekommen unterqueren wir, durch einen Tunnel, die N-111.

Nachdem wir dann den „Rio Linares“ überquert haben, steigen wir über die Calle Mayor (Hauptstraße) steil hoch, ins Dorf „Torres del Rio“. Hier gehen wir an der Kirche „Santa Sepulcro“ vorbei.

An einem schönen, sonnigen Platz im Dorf, machen wir dann unsere längst fällige Rast. Da sich in dieser Gegend alle Orte entweder auf einem Hügel, oder auf einem Berg befinden, kauft man hier am besten auch nur Ware, oder Verpflegung, die sich in eckigen Gefäßen befindet. Denn wenn einem hier etwas Rundes aus der Hand fällt, kann man es erst im Tal wieder aufheben. So steil und nach allen Richtungen schief, ist hier, auf der Bergkuppe, das Gelände.
Nachdem wir unsere Rast gemacht haben, geht jeder wieder seinen Weg alleine weiter. In „Vianna“ werden wir uns bestimmt wiedersehen.

Es ist schönes Wetter und die Sonne strahlt vom Himmel. Also kein Grund zu meckern. - Doch der Rucksack drückt! - Helga und dieses Teil, können sich einfach nicht anfreunden. Anstatt dass sie ein T-Shirt mit kurzem Arm trägt, damit der Tragegurt des Rucksackes nicht direkt auf der Schulter liegt und scheuert bzw. einschneidet, hat sie ein Träger T-Shirt angezogen. Jetzt tun ihr natürlich die Schultern weh.

Wer schön sein will, muss nun mal leiden! Oder was sagte Jesus, als er 30 Tage und 30 Nächte durch die Wüste zog und es ihn dürstete: „Es ist ein Kreuz mit den Weibern!“
Ich bin aber ehrlich. Sie tut mir dann immer so leid! So ziehen wir weiter, aus dem Dorf hinaus, am Friedhof vorbei und dann weiter, steil den Berg hinauf. Eine kurze Strecke laufen wir dann an der N-111 entlang, bis uns der Weg diese Straße mal wieder überqueren lässt. Wir wandern auf einem schmalen Pfad durch einen Pinienwald, bis zur „Ermita Nuestra Senora del Poyo“. Hier gehen wir dann wieder ein Stück an der N-111 entlang, bis wir diese dann wieder überqueren und dann wieder auf Feldwegen, den Berg hinaufsteigen müssen.
Oben angekommen, sehen wir „Logronno“ vor uns.

Halb rechts, auf einem Berg, ist „Vianna“, unser heutiges Etappenziel, auch schon zu sehen. Von hier aus müssen wir allerdings zunächst erst wieder in die Schlucht von „Mataburros“ hinab steigen. Wir durchqueren die Schlucht und gehen bergauf und bergab. Bis wir die Straße überqueren und eine Abkürzung nehmen.

Dann gehen wir noch ein Stück an der Straße entlang und erreichen den Ort „Vianna“. Da allerdings, wie schon erwähnt, hier alle Orte auf einem Hügel, oder Berg liegen, heißt es nun, den steilen Aufstieg, über Treppen und Rampen, in die Stadt, zu bewältigen.

Diese Etappe ist uns wieder sehr an die Substanz gegangen. Dann haben wir die Calle Mayor erreicht. Hier erkenne ich die Stadt wieder, durch die ich im vergangenen Jahr gegangen bin und nur gestaunt habe, was hier für ein Betrieb herrschte. Eine Lautstärke war hier, die so auffällig war, dass ich damals froh war, wieder aus der Stadt heraus zu sein.

Heute ist es nicht annähernd so laut, wie im vergangenen Jahr. Es mag wohl daran liegen, dass wir zu einer anderen Tageszeit angekommen sind. Auf der Plaza, vor der „Iglesia Santa Maria“, sitzen Sonja und Rainer schon in der Sonne. Sie geben uns den Tipp, im Hotel „San Pedro“ nachzufragen, wo wir dann ein Zimmer bekommen könnten. Was dann auch gelingt.Ein Zimmer, hoch oben, unter dem Dach. 7 Treppen hoch. Egal, es ist ein Doppelzimmer. Das ist wichtig. Das Zimmer ist zwar nicht besonders schön, aber wir haben eine eigene Dusche und können uns hier richtig pflegen.

Meine Olle hält sich ja irgendwie ganz gut. Sie meckert und mosert zwar immer, aber sobald wir ein Zimmer haben und sie sich erholt hat, ist sie wieder bester Laune. - So auch heute.
Wir gehen noch etwas einkaufen und schlendern noch etwas durch die Stadt. Im Refugium, neben der Kirche „Iglesis Sannta Maria“, lasse ich uns noch jeweils den Stempel ins Credencial geben. In einer Tappas-Bar, an der Plaza, essen wir etwas zu Abend und dann wird es schon wieder Zeit, zu Bett zu gehen. Im Hotel müssen wir zwar nicht schon um 22.oo Uhr im Bett sein, doch nach einem so anstrengenden Marsch ist man froh, früh im Bett zu liegen. Also liegen wir um 21.oo Uhr in unserem Dachzimmer flach.