.

Sidebar


Startseite

11.Etappe:
Mittwoch, den 04.06.2008 Von Viana nach Logronno.

Heute haben wir lange geschlafen und verlassen erst gegen 08.oo Uhr das Hotel „San Pedro“.

Wir verlassen die Stadt, über die Calle Navarro, vorbei an der Ruine der Kirche
„San Pedro“. Nach dem Einsturz des Daches, im Jahre 1844, ist die
„Iglesia San Pedro“, die älteste Kirche der Stadt, eine Ruine.

Es sieht aber so aus, als ob sie wieder aufgebaut wird. Auch heute kämpft Helga, von der ersten Minute an, wieder mit ihrem Rucksack. Also, ich befürchte, das wird nichts mit den Beiden. Freunde werden die jedenfalls nicht! Wir gehen aus der Stadt hinaus, am Friedhof vorbei und stoßen dann wieder auf die berühmte N-111. Dann geht es wieder auf einem Feldweg weiter, bis zur Straße und zur Kapelle „Virgen de Cuevas“. Hier setzen wir uns etwas in die Sonne.

Es ist heute endlich mal ein schöner Sonnentag. Der zweite, seit wir auf dem „Camino“ sind. Wir frühstücken und danach wandern wir weiter, in Richtung Stausee
„Embalse de los Canas“, um den wir dann, in einem weiten Bogen, herum gehen müssen. Und dann tauchen wieder unsere Pilgerfreunde, Sonja und Rainer, auf.

So wandern wir von nun an zu viert weiter, um den See herum und passieren das
„Ornithologische Observatorium“. Nach gut 1 km erreichen wir wieder die N-111 und wandern an ihr entlang, bis zur „Provinzgrenze von Navarra“ und betreten dann die „Provinz la Rioja“. Dann gehen wir ca. 3 km weiter und erreichen die ersten Gebäude, der Vorstadt, von „Logronno“. Nun geht der Weg über Asphalt und Tartanbahnen, unter mehreren Brücken hindurch.

 

Auf der Straße nach „Logronno“ hinunter, machen wir Halt bei „Donna Felisa“, die hier alle Pilger registriert und den Pilgerpass, mit ihrem schönen Siegel, abstempelt.
„Donna Felisa“ verstarb bereits im Jahre 2002. Sie wurde 92 Jahre alt. Nun stempelt ihre Tochter die Pässe ab. Mit dem Stempel „Higos -Agua y Amor“ (Feigen - Wasser und Liebe). Dann ziehen wir weiter, den steilen Berg hinunter, nach „Logronno“. Wir erreichen den „Rio Ebro“. Auch er ist zu einem reißenden Strom angeschwollen, der riesige Wassermassen mit sich führt. Dann passieren wir die Brücke „Puente de Piedra“ über den „Ebro“. Wir erreichen die städtische „Albergue“, die in der ältesten Straße „Logronnos“, in der „Ruavieja Nr. 32“, in der Pilgerstraße „Sirga Peregrinal“ ist. Um 11.3o Uhr sind wir hier und die Herberge ist noch zu.

Nun müssen wir noch bis 13.oo Uhr warten, bis wir unsere Betten bekommen. Es handelt sich hier um eine schöne, gepflegte Anlage, die von Freiwilligen des Jakobsvereins la Rioja betreut wird. Der Innenhof ist schön gestaltet und hat einen Springbrunnen, in dem sich die Pilger ihre brennenden Füße kühlen können. In den Schlafsälen sind die Betten durch Wände getrennt.

Wir bekamen unsere Betten, in der Nähe des Fensters, zugewiesen. So hatten wir frische Luft. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ausruhen brauchten wir uns ja nicht mehr, das hatten wir ja in der Wartezeit zur Genüge getan, stand ein Besuch der Stadt an. „Logronno“ ist die Hauptstadt der „Provinz Rioja“. Über der Kathedrale
„Santa Maria de la Redonda“ zogen die dort nistenden Störche ihre Bahnen. Es war ein imposantes Bild, wenn sie ohne Flügelschlag, um die Türme segelten. Die Kathedrale ist innen und außen ein echt monumentales Bauwerk und ist, wie fast alle Kirchen hier, im Innenraum, mit Kunstwerken überhäuft. Neben der Albergue, steht die 
„Iglesia Imperial de Santa Maria de Palacio“. Ihr spitzer Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Über dem Eingang der „Iglesia de Santiago el Real“ ist „Santiago Matamoros“ zu sehen. Es stellt „Santiago“ als „Maurentöter“ dar. Auf dem Kirchenvorplatz ist das beliebte Gänsespiel im Bodenbelag eingearbeitet.
In der Albergue hat uns der Hospitalero den Weg zu einem Lokal gewiesen, in dem es um 20.oo Uhr Pilgermenue gibt.

 

Nachdem wir es geschafft hatten, dass Rainer eine neue Sonnenbrille gekauft hatte, haben wir dann dieses Lokal aufgesucht und uns das Pilgermenue schmecken lassen. Dann wurde es auch schon Zeit, in die Albergue zurück zu kehren, denn um 21.3o Uhr wurde im Innenhof das Familienfoto gemacht. Die Hospitaleros nennen es so, wenn alle Pilger fotografiert werden. Danach musste man sehen, dass man in die Falle kommt. Denn wie sollte es anders sein? Um 22.oo Uhr heißt es
„auf dem Camino“? - Wie? - Richtig! - Licht aus! Somit ging ein schöner und nicht allzu schwerer Tag zu Ende.