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12.Etappe:
Donnerstag, den 05.06.2008 von Logronno nach Navarrete.

Um 05.oo Uhr gehen schon die ersten Lämpchen an.

Die Pilger, die heute bis, nach „Najera“ gehen wollen, müssen früh weg. Sie versuchen, das so leise wie möglich zu tun. Dann schmeißt einer ein Paar Wanderstöcke um. Kurze Zeit später, fallen sie schon wieder um. Nun sind alle wach. Der nächste, der aus dem Waschraum kommt, macht einfach das Licht an.

Wer jetzt noch schläft, ist selber schuld. Es beginnt der allgemeine Aufbruch. Sonja und Rainer verabschieden sich, da sie heute bis „Ventosa“ gehen wollen. Wir dagegen gehen bis „Navarrete“. Wir tauschen noch unsere Adressen aus. Denn wir werden uns nicht mehr wieder sehen. Um 06.oo Uhr sind auch wir schon startbereit.

Noch einen letzten Kaffee con Leche, aus dem Automaten und dann gehen wir auf unseren heutigen Weg. Sonja und Rainer sind schon weg. Wir verlassen die Albergue. Helga fühlt sich heut morgen nicht so gut.

Sie hätte sich gestern mehr Ruhe antun müssen. Sie braucht dringend Erholung. Wie sehr, wird uns auf dem kurzen Weg, nach „Navarrete“ klar gemacht. Zunächst gehen wir nach links, die „Sirga Peregrinal“ hinunter. Hier kommen wir an der Albergue, in der „Iglesia de Santiago“ vorbei, in der ich, im vergangenen Jahr, auf der Matratze geschlafen habe. Dann geht es links hoch, über eine Plaza.

Hier habe ich, im vergangenen Jahr, meine Wanderschuhe auf einen Tisch gestellt, weil ich sie nicht mehr tragen konnte. Es geht weiter, durch das Stadttor „Puerta del Camino“, aus der Altstadt hinaus. Nun geht der Weg durch die moderne Stadt, bis wir auch diese verlassen und dann durch ein Industriegebiet wandern.

Dann endlich, unterqueren wir die Schnellstraße und gehen, auf einem asphaltierten Wanderweg, in Richtung Stausee. Hier müssen wir schon die erste Pause einlegen. Helga geht es wirklich nicht so gut. Nachdem sie sich etwas erholt hat, gehen wir langsam und bedächtig weiter. Nachdem wir die Freizeitanlage, um den Stausee herum, passiert haben und fast am Stausee vorbei sind, beginnt es leicht zu regnen

In einer Schutzhütte stellen wir uns etwas unter und Helga kann sich dort auf eine Bank legen, um sich zu erholen. Der Stausee „Pantano de la Grajera“ ist das Naherholungsgebiet, für die Bürger aus „Logronno“. Hier sind auch Spielgeräte, für die Kinder aufgestellt. Es gibt hier Grillstellen, Angelstege u.v.m. Nachdem Helga sich erholt hat, gehen wir weiter. Es geht nun über eine Piste.

Mal rechts, mal links, bis auf eine Höhe, wo der Weg dann wieder asphaltiert ist. Wir kommen nur sehr schwer vorwärts und müssen oft pausieren. Wir gehen nun neben der Nationalstrasse her. Dann laufen wir ein Stück auf der Straße, überqueren sie später und biegen dann auf eine Piste, halb rechts ab. Nach etwa einem Kilometer, erreichen wir eine Brücke, die über die Autobahn führt. Die Reste, der „Ruinen des Pilgerhospitals San Juan de Acre“, aus dem 12.Jh. liegen vor uns. „Navarrete“ ist in einer Entfernung von 1.000 m auch schon zu sehen. Die Ruine ist mit einer breiten Mauer umgeben, auf der sich meine Olle etwas ausruhen kann. So machen wir hier noch einmal eine Pause. Nachdem sie etwas geruht hat, gehen wir weiter, über die Calle de la Cruz und erreichen schließlich die Innenstadt. Der Aufstieg in die Stadt, die natürlich wieder auf einer Bergkuppe liegt, ist sehr anstrengend. Unterweg habe ich, von einem Baum, die Adresse der „Albergue El Cantaro“ mitgenommen. Die Albergue befindet sich fast am Ende der Stadt. Aber es hat sich gelohnt, dort hinzugehen. Wir bekommen ein sehr schönes Doppelzimmer, in einem Neubau. Hier kann Helga sich ausruhen. 

 

So geht es nicht mehr weiter!

Der Rucksack macht sie total fertig! Nach kurzer Zeit, am Morgen, geht das schon los! Hier muss eine andere Lösung her! So kann es nicht weiter gehen!

Nachdem wir geduscht haben und etwas ausgeruht sind, gehe ich einkaufen. Helga schläft und das ist gut so. Da es hier kein Pilgermenue gibt, gehe ich einkaufen. Milch, Baguette, Käse und Dauerwurst. Die städtische Albergue, war im vergangenen Jahr noch im Umbau, als ich hier war. Sie ist jetzt fertig gestellt und sieht gut aus. Die Bar, die noch in meinem Wanderführer steht, gibt es nicht mehr. Dafür gibt es jetzt eine neue, schöne Bar, etwas weiter, an der Plaza, mit Brunnen. Etwas oberhalb steht die
„Iglesia de la Asuncion“. Als ich vom einkaufen zurück bin, ist Helga auch wieder gut drauf. Nur geht sie keinen Schritt weiter, als sie unbedingt muss. Wir essen dann etwas zu Abend und gehen wieder früh schlafen.

Dieser Tag war nicht gut. Ich muss mir etwas überlegen. Es kann so nicht weiter gehen.

 

Das ist nicht gut und kann böse enden. Heute 21.oo Uhr Nachtruhe.