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33. Etappe:
von „Fonfria“ nach „Sarria“ 26,5 km
Sonntag, den 05.10.2008

 Fonfria links Rundbau - Bar

Gestern habe ich, wie immer, meinen Rucksack vorgepackt. Dabei habe ich aber meine Taschenlampe falsch eingepackt, so dass ich nicht an sie heran komme, ohne Lärm zu machen. Hilft also nichts, ich muß warten, bis das Licht im Saal angeht. Dadurch komme ich heute etwas später weg.

Das hat allerdings auch einen Vorteil. Es beginnt schon hell zu werden, als ich die Herberge verlasse. Lisa, die „Berliner Göre“, die über mir, im Bett geschlafen hat, versucht mich davon zu überzeugen, mit ihr und den Anderen, über „Samos“ weiter zu gehen. Es ist der Alternativ – Weg, zum regulären „Jakobsweg“, ab „Triacastela“. Ich entscheide mich jedoch für den direkten Weg, wünsche Lisa „Buen Camino“ und ziehe los.

Da ich etwas spät dran bin, vergesse ich mein Küchenhandtuch, was ich über den Zaun gehängt hatte, zum trocknen. So wandere ich, in den immer heller werdenden Tag hinein. Es ist nicht gerade so kalt, wie gestern Morgen. Bis auf meinen kleinen Finger, an der linken Hand, habe ich auch keine Schmerzen mehr.

So habe ich also die beste Laune. - So kann es weiter gehen. Ich wandere durch das Dorf und gelange wieder zur LU-634 und parallel dazu, geht der Weg immer weiter abwärts. Dann führt ein Feldweg, recht ab, zum Dorf „Viduedo“. Direkt vorne rechts, ist eine Bar, die ist aber noch nicht geöffnet. So wandere ich weiter, durch das Dorf, an der Kapelle vorbei und wieder aus dem Dorf hinaus.

Es geht auf einem schönen Panoramaweg weiter, nach „Filloval“. Hinter diesem Weiler, gehe ich auf Feldwegen weiter, bis ich die LU-634 wieder erreiche. Nachdem ich die Straße überquert habe, und in einen weiteren Feldweg hinein gehe, komme ich nach kurzer Zeit, zum dem Dorf „As Passantes“. Nach 1,5 km erreiche ich den Ort „Ramil“, den ich abwärts durchlaufe und komme dann aus dem Wald heraus, nach „Tricastela“.

Gleich links, hinter einer Wiese, noch vor den ersten Häusern, liegt die große „Albergue municipale Triacastela“. Die vorgelagerte Wiese dient im Sommer als Zeltplatz, wenn die Herberge voll ist. Eine schöne Anlage, die aber nichts für Pilger ist, die geräuschempfindlich sind. Die Vierbett-Kabinen sind mit Western-Türen ausgestattet, die in der Nacht sehr störend sein können.

Gleich hinter der „Albergue“ ist die erste Bar. Hier mache ich Frühstückpause. Bei Bacadilla und Cafe con Leche kann man es hier gut aushalten. Lisa zieht, mit ihrer neuen Mitpilgerin vorbei und winkt mir zum letzten Mal zu. Nachdem ich meine Pause beendet habe, ziehe ich auch weiter.

Der Weg führt an der „Iglesa de Santiago“ vorbei und ich wandere dann auf der „Sirga peregrinal“ durch „Triacastela“. Vor einer anderen Bar, auf der Straße, sitzt Lisa und versucht noch einmal, mich mit zunehmen, nach „Samos“. Ich wünsche ihr nochmals Buen Camino und gehe meinen Weg.

Ich gehe, immer den gelben Pfeilen folgend, in Richtung „San Xil“.

Ich überquere mal wieder die LU-634 und gehe ca. 1 km auf einer Asphaltstraße, bis ich nach rechts, auf eine Betonpiste gehe und dann weiter auf einem Feldweg. Auf dem ich in das Dorf „Balsa“ komme. Dann nach links, über eine Brücke und dann nach rechts, auf einen Waldweg, der sehr steil hinauf führt.

Ich gehe dann, auf der hier einmündenden Straße weiter hoch, an „San Xil“ vorbei. Vor „San Xil“ komme ich noch an einem Pilgerbrunnen vorbei.

Auf einer kleinen Asphaltstraße, geht es weiter, an „A Focara“ und „O Real“ und an der kleinen Kapelle vorbei, rechts nach „Montan“. Orte die ich sehe, aber nicht durchlaufen muß. Sie liegen, schön anzusehen, am Wegesrand.

Es geht durch einen Hohlweg, auf den Corredoiras, an „Fontearcuda“ vorbei, nach „Mondaverga“. Auf dem weiteren Weg, überquere ich einen Bach, auf einer alten Steinbrücke. Dann geht es, auf einem Feldweg, den Berg hinauf. Oben angekommen, treffe ich auf eine Landstraße und gehe dann links, in Richtung „Furela“.

Ich komme an der „Albergue municipale Furela“ vorbei, vor der ein Rudel Hundewelpen spielten. „Furela“ ist dann schnell durchquert. Nach ca. 3 km, immer den gelben Pfeilen folgend, erreiche ich „Pintin“.

Weiter geht es nun, wieder auf Feldwegen, zum nächsten Dorf „Calvor“. Bevor ich „Calvor“ erreiche, komme ich an der „Albergue municipale Calvor“ vorbei, die weit vor dem Ort liegt. Es ist eine schöne Herberge. Man muß aber Essen mitbringen, da es dort nichts gibt. Man kann aber auch, in einer Bar, im Ort anrufen, die dann Bocadillos oder Pizzen bringen.

Hinter „Calvor“ vereinigt sich der Alternativ-Weg, von Samos kommend, mit meinem Weg, bei dem Weiler „Perros“. Es geht jetzt auf einem Waldweg weiter, an schönen alten Bäumen vorbei. Es sind hier teilweise Treppen angelegt, um besser hinunter zu kommen. Dann erreiche ich das Dorf „Aguiada“ und kurz danach „Hospital“.

Ich folge weiter, dem Weg neben der Straße und komme schon bald zur schönen „Albergue Paloma y Lena“, in „San Mamede“. Die Herberge gefiel mir und ich wollte dort einkehren. Eine ganze Weile rührte sich dort nichts. Erst nach mehrmaligem Rufen kam jemand. Er erklärte mir, dass ich zu früh sei. Es war 15.1o Uhr.

Er zeigte mir aber einen Raum, in dem ich mir schon ein Bett aussuchen konnte und ging wieder. Dieses Verhalten kam mir aber etwas seltsam vor. Nach kurzer Überlegung, nahm ich jedoch meinen Rucksack wieder auf und zog weiter.

Der Weg führte mich weiter, an der Landstraße entlang. Ich kam an „San Pedro“ und „Carballal“ vorbei. In der Vorstadt traf ich das deutsche Ehepaar wieder, welches ich vor „Astorga“, am Wegekreuz, vor „Santo Toribio“, oberhalb von „San Justo de la Vega“, dem Vorort von „Astorga“, kennen gelernt hatte. 

Den gelben Pfeilen folgend, verlies ich die Unterstadt und erstieg, auf einer langen Treppe, die Altstadt von „Sarria“, die über der Neustadt thront. Oben mündet die Treppe, in die Calle Mayor. Etwa 100 m weiter, auf der linken Seite, befindet sich das städtische „Refugium“. Hier prangte, schon von weitem sichtbar, das Schild: „Refugio completto!“ (Alles voll!)

Von der Treppe aus geradeaus, komme ich in die Rua Mayor, also der weitere Pilgerweg, dem ich dann folgte. An der „Iglesia Parroquia Santa Maria“ vorbei, gehe ich bis zur nächsten Herberge, die „Albergue o durminento“. Hier quartiere ich mich ein.

Die Gruppe Engländer ist schon hier und sie haben ein Zimmer für sich. Ich bekomme mein Bett, in einem 8-Bett-Zimmer und richte mich ein. Dann sehe ich mir etwas die Altstadt an und mache noch ein paar Einkäufe. Dann wird es schon wieder Zeit für´s Pilgermenue.

Um 21.oo Uhr, nach dem ich wieder bei Helga angerufen habe und vom heutigen Tag berichtet habe, gehe ich ins Bett. Um 22.oo Uhr geht dann, wie immer, das Licht aus.

ja diese Füße ........aua